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Newsletter Oktober 2009
Betreff: Newsletter Oktober 2009
Sendungsdatum: 2009-10-02 11:35:28
Ausgabe #: 9
Inhalt:
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Liebe Abonenntinnen, liebe Abonnenten,

während des Sommers 2009 ist viel passiert. Einiges davon möchten wir hier noch einmal rekapitulieren.

So füllten in der Vorwahlkampfzeit die sogenannten Flatrate-Bordelle einige Wochen lang die Blätter dieses Landes: 

Im Juli 2009 entbrannte eine bundesweite Debatte um die Frage, ob Flatrate-Geschäftsmodelle in Bordellen gegen die Menschenwürde von SexarbeiterInnen verstoßen. In Fellbach bei Stuttgart hatte der Pussy-Club, Teil einer bundesweiten Bordellkette, mit solchen Angeboten geworben.
Frauenorganisationen, Politiker, der Oberbürgermeister der Stadt Fellbach und andere witterten schlimmste Arbeitsverhältnisse und verlangten, das Bordell zu schließen.
Ordnungsbehörden, wie Staatsanwaltschaft, Zoll,  Gewerbe-, Gattstätten- und Gesundheitsaufsicht gingen mit einem hohen Polizeiaufgebot gegen die vier Bordelle in Fellbach, Heidelberg, Wuppertal und Berlin vor. Es wurde Sozialversicherungsbetrug und Beschäftigung ausländischer Sexarbeiterinnen ohne Genehmigung vermutet. Zwei Etablissements wurden wegen hygienischer Mängel vorübergehend geschlossen. Die Geschäftsführerin des Pussy-Clubs wehrte sich gegen diese Vorwürfe. Die bei ihr beschäftigten Frauen verteidigten ihren Arbeitsplatz. Auch Beratungsstellen für SexarbeiterInnen mischten sich in die Debatte ein.
Eine Auswahl der Stellungnahmen und Presseartikel unter finden Sie auf der Seite von Madonna e.V..

Rechtsseminar "Prostitution" der Heinrich-Böll-Stiftung NRW

Vom 27. bis 28. August fand das von der Landesarbeitsgemeinschaft Recht in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung NRW ausgerichtete „Rechtsseminar Prostitution" in Wuppertal statt.
Es knüpfte an die Inhalte des im letzten Jahr veranstalteten Seminars "Beratung von Prostituierten im Wandel – eine Standortbestimmung nach dem Prostitutionsgesetz" an. Schwerpunktthemen waren „Gesundheitsberatung“ und „Einstiegsberatung“ für SexarbeiterInnen.
Teilgenommen haben Mitarbeiterinnen von Beratungsstellen für Sexarbeiterinnen und Gesundheitsämtern ebenso wie Sexarbeiterinnen.
Die Seminarreihe soll im nächsten Jahr fortgeführt werden. Über das Seminar hinaus hat sich eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, die weiter am Thema Beratungsstandards arbeiten will.
Interessierte können sich gern an uns wenden.

Workshop "Regulierung der Prostitution"

Soll Sexarbeit anderen Erwerbstätigkeiten und Wirtschaftszweigen mit allen Rechten und Pflichten gleichgestellt werden? Die Frage wird anhaltend kontrovers diskutiert.
Das Bundesministerium für Familie, Generationen, Frauen und Jugend (BFSFJ) hat im März 2008 verschiedene Behörden und den KOK (Koordinierungskreis gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Migrationsprozess e.V.) zu einem Workshop geladen. Thema: „Regulierung von Prostitution und Prostitutionsstätten - ein gangbarer Weg zur Verbesserung der Situation der Prostituierten und zur Bekämpfung des Frauenhandels?
In der Sexarbeit Tätige konnten nicht teilnehmen. Schade, sie hätten am ehesten sagen können, welche Verbesserungen sie sich wünschen und welche Wege gangbar sein könnten. Auch Beratungsstellen für SexarbeiterInnen wurden nicht eingeladen.
Im Mai 2009 hat das BFSFJ die Beiträge dieses Workshops veröffentlicht. Er enthält Stellungnahmen verschiedener Behörden sowie der Runden Tische Hannover, Dortmund und Marburg. Der KOK stimmte seine Stellungnahme mit den Beratungsstellen für SexarbeiterInnen Hydra e.V. Berlin und Phönix e.V., ab. Dokumentation


Ankündigung: Fachtagung der Friedrich-Ebert-Stiftung

Die Kommunalakademie der Friedrich-Ebert-Stiftung beschäftigt sich ebenfalls mit diesem Thema. Sie lädt zum 14. Oktober 2009 zu der Fachtagung „Raus aus der Grauzone - Perspektiven des Umgangs der Kommunen mit der Sexdienstleistungsbranche" ein.

Hier sind alle - Vertreter-/innen der Politik und Verwaltung, Beratungsstellen, Sexarbeiter-/innen und Betreiber/Innen von Prostitutionsbetrieben und andere Interessierte - eingeladen. Einladung

 

Zu guter Letzt:

Seit dem 1.April 2009 gibt es in Trägerschaft der pro familia eine neue Beratungsstelle in Koblenz:
ROXANNE  ist ein Beratungsangebot für Prostituierte und die erste Anlaufstelle in dieser Form in Rheinland-Pfalz. Sie wird finanziell gefördert durch das Landesminsterium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen.

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Weitere Informationen zu ROXANNE finden Sie hier

 

Wir wünschen allen einen schönen Start in den Herbst

das Team von KoopKoMa

 

[SUBSCRIPTIONS]

 

 

 

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