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Newsletter Dezember 2008
Betreff: Newsletter Dezember 2008
Sendungsdatum: 2008-12-09 12:16:01
Ausgabe #: 7
Inhalt:
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Liebe Abonnentinnen, liebe Abonnenten,


das KoopKoMa-Team wünscht Ihnen allen eine besinnliche Adventszeit,
ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins NEUE JAHR 2009.

 

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www.coolphotos.de

 

Und hier noch einige wichtige Informationen:

Krankenversicherungspflicht ab dem 01.01.2009

Alle Selbständigen – auch Sexarbeiterinnen – müssen ab dem 01. Januar 2009 eine Krankenversicherung abschließen.

Arbeiten Sie als Selbständige und waren früher in einer privaten Krankenkasse versichert? Oder hatten Sie noch nie eine Krankenversicherung in Deutschland - auch nicht über den Ehemann oder als Kind bei den Eltern? Dann müssen Sie ab Januar 2009 eine Versicherung bei einer privaten Krankenkasse abschließen.

Früher war es schwierig für Sexarbeiterinnen überhaupt in eine private Krankenversicherung aufgenommen zu werden. Jetzt müssen die privaten Krankenkassen Sie ohne Gesundheitsprüfung zum sogenannten Basistarif aufnehmen. Hier erhalten Sie Leistungen, wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung für abhängig Beschäftigte. Chefarztbehandlung oder Einzelzimmer im Krankenhaus müssen Sie extra zahlen. Dafür können Sie aber auch nicht abgelehnt werden, wenn Sie bereits Vorerkrankungen haben.

Weitere Informationen hierzu finden Sie hier und bei KoopKoMa !

Sonderregelung für Prostituierte unter 21 Jahren

In Dortmund und Ludwigshafen sind Menschen verurteilt worden, weil sie Frauen oder Männer im Alter unter 21 Jahren bei der Aufnahme und Ausübung der Prostitution unterstützt haben.

Verwunderlich, dachten wir, denn eigentlich darf in unserem Land jede Person ab 18 Jahren sexuelle Dienstleistungen anbieten. Und seit es das Prostitutionsgesetz von 2001 gibt, ist es endlich auch erlaubt, Frauen und Männer in der Prostitution zu beschäftigen.

Es gibt allerdings eine Sonderregelung für SexarbeiterInnen für Personen unter 21 Jahren: Sie dürfen nicht "zur Aufnahme der Prostitution gebracht" werden, wenn sie noch nie dort tätig waren. Das gilt als Menschenhandel.

"Bringen zur Prostitution" meint nicht die Situationen, in denen Zwang und Gewalt ausgeübt werden.
Entscheidend ist, ob die Person erstmals in der Prostitution arbeiten will. Dann nämlich kann eine Vermittlung, eine Beschäftigung oder auch die Vermietung von Arbeitsräumen als Menschenhandel verfolgt und bestraft werden.

Bestraft werden kann auch, wer "dem Vorschub leistet".
Jede faktische Erleichterung für unter 21-Jährige zur erstmaligen Aufnahme der Prostitution kann zu einem Ermittlungsverfahren führen. Selbst Gefälligkeiten wie Hinweise auf gute und sichere Arbeitsplätze, Zeitungsanzeigen, Fahrdienste, Übersetzungen und andere Tipps gelten als verdächtig.

BetreiberInnen und VermieterInnen müssen sich deshalb versichern, dass die Person, die bei ihnen tätig werden will, schon vorher in der Prostitution gearbeitet hat.

Bei Kontrollen müssen sie mit intensiver Befragung der Mitarbeiterinnen und MieterInnen rechnen. Mündliche Bestätigungen reichen nicht aus. Es scheint sinnvoll zu sein, vor Vertragsbeginn eine Anwältin/Anwalt aufzusuchen und sich über aktuelle Urteile und korrektes Vorgehen beraten zu lassen.

SexarbeiterInnen, die noch keine 21 Jahre alt sind haben das Nachsehen:
Viele BetreiberInnen wollen Ärger vermeiden und bieten ihnen Arbeitsplätze oder Räume gar nicht erst an. Sie können dann nur noch auf der Straße arbeiten. Bekanntermaßen nicht der sicherste und beliebteste Ort um anzuschaffen.

Seminare für ehrenamtliche MitarbeiterInnen

Bereits zum zweiten Mal konnte im November 2008 ein Seminar für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Praktikantinnen von Prostituiertenberatungsstellen in NRW durchgeführt werden. Diesmal wurden die TeilnehmerInnen informiert über die Geschichte der Prostitution. Gemeinsam wurden im Laufe des Tages immer wieder erstaunliche Parallelen von der Vergangenheit zu den heute aktuellen Themen und Problemen in der Prostitution entdeckt.
Neben der Wissensvermittlung und dem gemeinsamen Lernen ist ein wesentlicher Aspekt dieser Seminare die Förderung des Austausches der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen aus NRW untereinander. Die Möglichkeit hierzu wird immer wieder rege genutzt.

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Im November 2008 informierten sich ehrenamtliche Mitarbeiterinnen
über die Geschichte der Prostitution



In 2009 werden zwei weitere Seminare stattfinden:
Am 05. Januar geht es um den Umgang mit psychisch belastenden Erlebnissen und am 02. März werden diverse Methoden der professionellen Gesprächsführung thematisiert, insbesondere an praxisnahen Beispielen aus der Arbeit in der Prostituiertenberatung.

Diese Seminare werden finanziert durch den Sozialdienst katholischer Frauen in Dortmund und www.diegesellschafter.de .

Es sind noch wenige Plätze für die beiden kommenden Seminare frei. Anmelden können Sie sich hier .

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